Elbe-Elster greift für den Mediziner-Nachwuchs ins Geldsäck'l
Herzberg. Mit einer Studienbeihilfe will der Landkreis Elbe-Elster Medizinstudenten für die Region interessieren und sie langfristig zum Bleiben animieren. In einer gemeinsam mit dem Klinikum Elbe-Elster erarbeiteten Richtlinie sind die Bedingungen festgeschrieben, die Landrat Christian Jaschinski (CDU) am Montag der Presse präsentierte.
In jedem Jahr sollen fünf Medizinstudenten in das Förderprogramm aufgenommen werden und für die Dauer von vier Jahren monatlich 500 Euro erhalten. Nach der Ausbildung zum Facharzt verpflichtet sich der Beihilfeempfänger, entweder als Arzt im Klinikum Elbe-Elster, in eigener Niederlassung oder als angestellter Arzt in einer Vertragsarztpraxis, in einem medizinischen Versorgungszentrum oder beim Gesundheitsamt des Landkreises tätig zu werden und mindestens vier Jahre lang zu verweilen. Der Landkreis stellt jährlich 30 000 Euro für das Programm zur Verfügung, Restbeträge sind über Dritte einzuwerben. »Dieser Aufgabe stelle ich mich auch als Landrat. Für 2010 sind 7500 Euro im Haushalt eingestellt, es kann also mit dem Wintersemester losgehen«, so der Landrat.
Die Anträge auf Studienbeihilfe sind schriftlich beim Landkreis zu stellen, über die Bewilligung entscheidet eine Arbeitsgruppe, der neben dem Landrat unter anderen der Ärztliche Direktor des Klinikums und der Geschäftsführer des Ärztenetzes Südbrandenburg angehören. gb
aktualisiert von Andreas Egeresi, 27.07.2010, 09:21 Uhr |