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27.07.2010, 09:21 Uhr | Lausitzer Rundschau, Gabi Böttcher Übersicht | Drucken
Dialog mit Bürgermeistern intensiv fortsetzen

Herzberg. 100 Tage im Amt als Landrat sind für Christian Jaschinski (CDU) Geschichte. Am 15. April absolvierte er seinen ersten Arbeitstag in der Kreisverwaltung.


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Landrat Christian Jaschinski (CDU) zog Bilanz über seine ersten 100 Tage im Amt, hier im Bild mit dem Dezernenten für Recht, Ordnung und Sicherheit, Dr. Erhard Haase (l.), und dem Ersten Beigeordneten und Kämmerer, Peter Hans (r.). Foto: Gabi Böttcher
Am Montag zog er vor der Presse sein Resümee - nicht ohne zu Beginn auf die tragischen Ereignisse von Duisburg einzugehen. Sicherheitshinweise auch bei kleineren Veranstaltungen im Landkreis strikt zu beachten, sei bei einer Dienstberatung am Montagmorgen Thema gewesen. Gezählt hat der Landrat seine Gespräche mit Vertretern aus Politik, Kammern, Vereinen, Verbänden und der Wirtschaft in den zurückliegenden 100 Tagen zwar nicht, aber 12 000 gefahrene Autokilometer stehen für einen prallen Terminkalender seit Amtsantritt.

Allgemeines Fazit:

»Unsere Probleme in der strukturell schwachen, ländlichen Region können wir nur lösen, wenn wir näher zusammenrücken. Und ich bleibe dabei: Sozial ist für mich, was Arbeit schafft.«

Jüngster Grund zur Freude:

Erfreut sei er über den Bewilligungsbescheid für den Hafenausbau in Mühlberg, der am Samstag gemeinsam mit weiteren Hilfszusagen für die Beseitigung der Tornadoschäden in Mühlberg von Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) übergeben wurde.

Größte Ärgernisse bislang:

Groß seien die Bedenken, wie der Abbau von 1900 Polizisten im Land mit dem Sicherheitsbedürfnis der Menschen einhergehen könne. Kein Verständnis habe er dafür, wie die Kommunikation des Markov-Ministeriums mit Landrat und Bürgermeistern zur beabsichtigten Schließung des Finanzamtes in Finsterwalde abgelaufen sei. Mit einem gemeinsamen Schreiben an Helmuth Markov habe man darauf reagiert.

Bislang größter Coup:

In die laufende Haushaltsdebatte hatte der frisch gewählte Landrat eingegriffen, indem er sich gegen eine Erhöhung der Kreisumlage ausgesprochen hatte. »Ich möchte den Dialog mit den Amtsdirektoren und Bürgermeistern intensiv fortsetzen. In absehbarer Zeit wird es zur Vorbereitung des Haushaltes 2011 erneut einen Termin geben«, kündigt der Landrat an.


Neueste Erfolgsmeldung:

»In Kooperation mit dem Klinikum Elbe-Elster wollen wir etwas für den Fachärztebedarf im Landkreis tun und deshalb eine Studienbeihilfe für jährlich fünf Medizinstudenten einführen.«


Wie im Landratswahlkampf noch immer skeptisch gegenüber der Energieregion Lausitz-Spreewald?

»Die Skepsis besteht nach wie vor. Es dürfen keine Aufgaben übernommen werden, die in der Regionalen Planungsgemeinschaft verankert sind. Darauf müssen wir akribisch achten. Wir sollten uns auf bestimmte Dinge konzentrieren, so die Nutzung alternativer Energien und die Arbeitsplätze, die in diesem Zusammenhang entstehen können. Das ist eine spannende Geschichte, die ich unterstütze.«

Größter Wunsch:

»Mehr Jugendlichen als bisher in der Region eine Perspektive bieten.«

Gravierendster Unterschied zur vorherigen Tätigkeit:

»40 Minuten von Rückersdorf nach Herzberg zur Arbeit, viele Wochenend- und Abendtermine.«


Wie lange dauert die Kennenlerntour noch an?

»Eigentlich endet sie nie. Aber von meinem ersten Plan habe ich etwa 80 Prozent erledigt. Im August folgt ein Treffen mit dem Landrat unseres Märkischen Partnerkreises. Und auch die Landräte der umliegenden Landreise möchte ich aufsuchen.« Gabi Böttcher



aktualisiert von Andreas Egeresi, 27.07.2010, 09:26 Uhr

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