Idee vom Kunstzentrum im Töpferdorf Crinitz endgültig vom Tisch
Crinitz Die Idee vom Kunst- und Kulturzentrum in Crinitz ist endgültig vom Tisch. Das erklärte Gemeindevertreter Harald Stolley jetzt öffentlich.
„Solch ein Projekt lässt sich nicht realisieren, wenn Strömungen in der Gemeinde dagegen sind.“ Für ihn sei das Vorhaben „erledigt, ich bin nicht mehr der Ansprechpartner für die alte Fabrik“, so der Gemeindevertreter.
Auch der Verein, dem honorige Mitglieder, so aus dem spanischen Königshaus angehört hätten, sei inzwischen aufgelöst worden, sagte Stolley auf eine Bürgeranfrage in der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Das frühere Engelmannsche Steinzeugwerk sei weiterhin herrenlos, wie der Gemeindevertreter auf Nachfrage erklärt. Im vorigen Jahr hätte es laut Auskunft des Ordnungsamtes mal die Anfrage eines Interessenten gegeben.
Inzwischen verfällt das Werks immer mehr, Fensterscheiben sind zerschmissen, Fremde verschaffen sich immer wieder gewaltsam Zugang. Diebe hatten im Jahre 2008 die alten Brennöfen und etwa 400 originale Bodenplatten von mehr asls 100 Quadratmetern gestohlen. Der Kunst- und Kulturverein wollte das Werk als künstlerischen Treff nutzen und in den historischen Brennkammern eine gemütliche Gastronomie einrichten. -db-
aktualisiert von Andreas Egeresi, 20.02.2012, 13:24 Uhr |